Biologische Wundheilung durch körpereigene Plasma-Membran

Ganzheitliche Zahnmedizin, Implantologie, Orale Chirurgie, Praxisschwerpunkte

Nach jeder Verletzung – somit auch nach einem operativen Eingriff – erzeugt der menschliche Körper spezielle Proteine und Wachstumsfaktoren, welche die Wundheilung intensiviert und beschleunigt. Dr. med. Joseph Choukroun hat die nach ihm benannte A-PRF-Methode entwickelt, bei der dieser Prozess durch Herstellung natürlicher Gewebe genutzt wird (A-PRF steht für Advanced Platelet Rich Fibrin). 

Ablauf

Vor dem zahnchirurgischen Eingriff wird Blut aus einer Armvene entnommen. Dieses wird speziell zentrifugiert, bearbeitet und intraoperativ eingesetzt.

Anwendungsgebiete

  • nach Zahnextraktionen
  • beim Einsetzen von Implantaten
  • nach Weisheitszahn-Entfernung
  • nach chirurgischer Ausräumung von NICOs
  • für den Knochenaufbau
  • zur Deckung freiliegender Zahnhälse

Während bei der Herstellung von PRP (Platelet Rich Plasma) blutverdünnende Substanzen beigesetzt sind, wird beim PRF (Platelet Rich Fibrin) nichts zugefügt. Weiters stellt der Fibrin-Pfropfen ein Konzentrat von Wachstumsfaktoren dar, welche über viele Tage konstant abgegeben werden.

Choukroun J. et al. Implantodontie 2004,13:229-35.
Y.H.Kang et al. Tissue Engineering Part A Vol13,Nr.3&4,2011
PRF is a bioscaffold and reservoir of growth factors for tissue regeneration
Kobayashi E, Sculean A, Miron R., Clin. Oral Invest Feb. 2016
Comparative release of growth factors from PRP, PRF and Advanced-PRF

Foto: PRF-Membranen vor der intraoperativen Verwendung, ©Dr. S. Döttelmayer