Herd-Störfeld-Zusammenhänge

Ganzheitliche Zahnmedizin, Kieferostitis, Praxisschwerpunkte
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Ein Herd, oder auch Störfeld genannt, ist eine umschriebene Gewebsstruktur im Körper, welche negative Auswirkung auf den Gesamtorganismus ausübt. Der Ursprung des Herdes sitzt zumeist an anderen Stellen des Körpers als es das Symptom primär vermuten ließe.

Das Störfeld kann als Unruhestifter im Körper aufgefasst werden, welcher aber unterschwellig bleibt und somit selbst keine Symptome verursacht, allerdings dadurch das Regulationssystem beeinflusst. Je nach Ausgangslage kann ein an sich kleiner Reiz, wie z.B. Wetterwechsel, Zug, Nässe, Kälte oder Schlafmangel, genügen, um das „Fass zum Überlaufen zu bringen“. Somit ist ein Herd oder Störfeld keine Krankheit an sich, sie machen den Körper nur anfälliger und können die Basis bei der Entstehung chronischer Krankheiten darstellen oder aufrechthalten.

Folgende Regionen gelten grundsätzlich als herdverdächtig:

  • wurzelbehandelte Zähne
  • eingewachsene Weisheitszähne
  • abgebrochene Wurzelreste im Kieferknochen
  • abgesplitterte Amalgamreste
  • Kieferknochen um die Wurzelspitze von bereits entfernten wurzelbehandelten Zähnen (Restostitis)
  • Mandeln (Tonsillen), soferne gehäuft Entzündungen in der Krankengeschichte vorliegen
  • Narben nach Operation
en/Verletzungen aller Art, selbst wenn diese schon lange zurück liegen
  • Nasen-Nebenhöhlen-Entzündungen
 / chronische Sinusitis (speziell bei Allergikern)
  • der Nabel (als erste Narbe des Menschen)
  • der Darm
  • Pircingnarben, Ohrstecklöcher

Die möglichen Auswirkungen von Herden/Störfeldern auf das Krankheitsgeschehen können rasch und eindrucksvoll mit der Applied Kinesology dargestellt werden. Die Diagnose kann durch eine neuraltherapeutische Behandlung – hierzu wird ein vorher getestetes Lokalanästhetikum mit einer feinen Nadel in das verdächtige Areal injiziert – weiter erhärtet werden. Durch die kurzzeitige Ausschaltung des verdächtigen Störfeldes sollte sofort eine spür-und messbare Veränderung in dem Wirkgebiet eintreten.

Die Therapie umfasst eine Beseitigung oder Sanierung des identifizierten Störfeldes.

Zum besseren Verständnis ein Fall aus meiner Praxis: Ein 47 -jähriger Patient litt immer wieder unter linksseitig-betonter Nebenhöhlenentzündungen (chronischer Sinusitis). Bei der Untersuchung mit der Applied Kinesiology zeigte sich ein Störfeld an der linken Narbe im Gaumenbogen als Folge einer alten Mandeloperation. Nach einmaliger Neuraltherapie (Unterspritzung der Narbe mit einem Lokalanästhetikum) wurde der Herd neutralisiert, der Patient ist seitdem beschwerdefrei.