Applied Kinesology

Ganzheitliche Zahnmedizin, Praxisschwerpunkte

Die Fortschritte bei der Erforschung biochemischer Zusammenhänge im menschlichen Körper über das Zusammenspiel unserer Organe, aber auch über die Auswirkungen unterschiedlicher Noxen und Toxine auf die verschiedenen Bereiche in menschlichen Funktionskreisen, bedingen Methoden zur Diagnostik die über schulmedizinische Labor- und Röntgenuntersuchungen hinausgehen. Die Aussagen der Quantenphysik, dass alles mit allem in Verbindung steht und sich gegenseitig beeinflusst, die Feststellung, dass Materie Welle sein kann und umgekehrt, erklären, dass neben allen wichtigen und notwendigen Diagnosemitteln (wie Inspektion, Palpation, bildgebende Verfahren, Blut/Harnuntersuchungen, etc.) ergänzend immer mehr bioenergetische Untersuchungen eingesetzt werden.

Die technische Medizin kann Krankheiten und auch deren Ursachen, soweit es sich um einfache/akute Vorgänge handelt, im Detail aufspüren. Ein Großteil der Menschen leidet heute jedoch an chronischen Krankheits- und Schmerzzuständen mit verwaschenen Bildern oder dem sogenannten CMF Syndrom (chronisches Erschöpfungssyndrom), welche sich in die schulmedizinischen Systeme häufig nicht einordnen lassen. Diese entstehen multifaktoriell aus einer Kombination von Faktoren, die das System der bindegewebigen Grundregulation (Matrix) stören. Gerade der Kopf und die Mundhöhle sind eingebettet in ein System von energetischen Bahnen. Hier beginnen und enden Meridianpaare (energetische Leitbahnen aus der Akupunktur/TCM). R. Voll und J. Gleditsch haben in ihren Forschungsarbeiten eindrucksvoll nachgewiesen, in welchem energiegeladenen Bereich Zahnärzte arbeiten. Für viele der bioenergetischen Methoden bedarf es auch elektronischer Messapparaturen. Die Applied Kinesiology bietet die Möglichkeit, den Grundzustand und Reaktionen des Körpers auf die unterschiedlichsten Reize ohne Geräteeinsatz zu untersuchen.

Die Applied Kinesiology, kurz AK genannt, ist eine primär diagnostische Methode, die in ihrer Anwendung zusammen mit allen bereits erhobenen schulmedizinischen Befunden die Diagnose absichern und verfeinern, aber auch das daraus resultierende Therapiespektrum erweitern kann.

Die AK wurde durch den amerikanischen Chiropraktiker Dr. George J. Goodheart im Jahre 1964 in der Medizin eingeführt. Er beobachtete, dass Muskeln, die er mit standardisierten Muskelverfahren nach Kendall und Kendall überprüfte, in Sekundenschnelle ihre Stärke änderten, wenn Reize verschiedenster Art sowohl lokal im Test-Muskelbereich als auch peripher am Körper gesetzt wurden. Dabei veränderte sich der Testmuskel reproduzierbar je nach gesetztem Reiz von schwach nach stark wie auch umgekehrt. Goodheart verband in seiner Genialität sein umfangreiches Wissen aus Diätetik, Phythotherapie, Akupunktur und Konstitutionstherapie mit seiner langen chiropraktischen Erfahrung und den aus den Muskeltests gewonnenen Ergebnissen zum Gesamtkomplex, der Applied Kinesiology. Dies ergab für ihn die Verpflichtung, jedes gesundheitliche Problem unter ganzheitlichen Gesichtspunkten zu sehen, die nichts ausschließen, die Sicht der „Triad of Health“ – das Dreieck der Gesundheit und die Zuordnung einzelner Fachgebiete und Therapierichtungen zu Psyche, Chemie und Struktur.

Die Struktur des Körpers (Muskel/Skelettsystem), das biochemische Milieu (Stoffwechselvorgänge) und die Psyche werden zu einem dynamischen System verbunden. Bei jeder Dysbalance ergeben sich unter Berücksichtigung aller drei Seiten unterschiedliche Schwerpunkte und je nach Testergebnis sinnvolle Therapieansätze. Dabei steht der Einsatz der AK immer auf der Grundlage aller notwendigen medizinischen Untersuchungen wie Inspektion, Palpation, bildgebender Verfahren und Laboruntersuchungen.

Wie bei allen guten Innovationen entwickelten sich neben der Applied Kinesiology alle möglichen „kinesiologischen“ Abwandlungen speziell im Laienbereich. Zu erwähnen seien hier die „Touch for Health“-Bewegung, „Behavioral Kinesiology“, Neuralkinesiologie oder die Edukinestetik und viele mehr. Viele dieser Methoden führen notwendige schulmedizinische Voruntersuchungen gar nicht oder nur sehr oberflächlich durch, auf saubere standardisierte Muskeltestungen wird dabei häufig kein Wert gelegt. Die AK nach Goodheart grenzt sich klar von diesen Laienbewegungen ab.

Auch in der Zahnmedizin stehen immer die eingehende Anamnese und die klinische zahnärztliche Untersuchung vor jeder Testung mit AK. In wichtigen Problembereichen der Zahnmedizin kann die AK helfen, das Diagnose,  und Therapiespektrum zum Nutzen des Patienten zu erweitern.

Bewährte Anwendungsgebiete zur optimalen Therapieplan-Erstellung sind:

  • Testung vor Implantatsetzung zum Ausschluß einer möglichen Kieferostitis (stummer Restentzündung im Kieferknochen)
  • Materialtestung sämtlicher dentaler Werkstoffe inklusive Implantaten
  • Herd/Störfeld-Testung zur Aufdeckung möglicher Zusammenhänge mit chronischen Erkrankungen
  • Testung vor Bissnahme für Kiefergelenksentlastungsschienen zur optimalen Einstellung
  • Behandlungsbegleitende Heilmittelaustestung aus der Homöopathie, Phyto-Therapie, orthomolekularen
 Medizin /Vitalstoff-Therapie
  • Überprüfung der Therapie im Allgemeinen